ZDF-Sendung  - Der wahre Preis für den perfekten Apfel

Siehe auch NEW´s 1 Wirkung der Polyphenole

BUND Lemgo

Willi Hennebrüder

Press- und Öffentlichkeitsarbeit

Lemgo, 27. Januar 2018

 

Das ZDF berichtete am Mittwoch in der Sendung Zoom über die Entwicklung auf dem Apfelmarkt und über Apfelallergie. Dieser Beitrag wurde auch in die Mediathek eingestellt.

 

 

Ein Teil des Berichtes wurde auf den Streuobstwiesen den BUND Lemgo gedreht. Hier ging es um den besonderen Wert der alten Apfelsorten. Für den Test wurden dem ZDF vom Bund Lemgo die Apfelsorten Goldparmäne, Prinz Albrecht von Preußen und Finkenwerder Herbstprinz zur Verfügung gestellt.

 

Wir halten diesen Filmbeitrag für besonders sehenswert, weil er die Verbraucher darüber aufklärt, dass es bei den sogenannten Clubsorten wie z.B. Pink Lady nicht wie in der eigenen Werbung verbreitet um eine besonders gute Apfelsorte handelt, siehe 

 

 

"Beim Pink Lady® Apfel handelt es sich um die Auswahl der besten Äpfel dieser Sorte.“

 

sondern um eine Marketingstrategie bei der mit Markenschutz und viel Werbung gearbeitet wird um einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Dabei zeigen die Untersuchungen von Professor Dr. Helmut Dietrich von der Hochschule Geisenheim (siehe Filmbeitrag), dass der Anteil der gesundheitsfördernden Polyphenole (Informationen dazu im Anhang) äußerst gering ist. Dieser geringe Anteil an Polyphenolen ist auch Ursache, dass der Apfel von Apfelallergikern nicht vertragen wird (siehe Ergebnisse Umfrage BUND Lemgo - 

http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html).

 

Im Fernsehbeitrag wird auch auf die von uns angeregte Studie zum Thema Apfelallergie eingegangen, die in Kooperation mit der Allergiezentrum der Berliner Charité´ - hier Professor Dr. Karl-Christian Bergmann - durchgeführt wurde. Diese Studie hat u.a. gezeigt, dass alte Apfelsorten problemlos von Apfelallergikern vertragen werden und bei regelmäßigem Konsum dieser Äpfel sogar eine wesentliche Minderung der Apfelallergie (Desensibilisierung) erreicht wurde. Zudem konnte festgestellt werden, dass auch die Heuschnupfenprobleme der Teilnehmer sich vermindert haben.

 

Wir würden es sehr begrüßen, wenn Sie in einem Bericht auf den Fernsehbeitrag in der Mediathek und auf unsere Internetseite in Sachen Apfelallergie verweisen würden. Viele Apfelallergiker essen seit 20 Jahren und mehr keine Äpfel mehr und verzichten somit auf einen Teil an Lebensqualität und Gesundheitsförderung. Mit der Information über unser Projekt können Sie dazu beitragen, dass sich dies ändert. 

 

Für Ihre Berichterstattung im Voraus herzlichen Dank.

 

Gruß Willi Hennebrüder

 

Polyphenole sind aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen
aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten und zu den sekundären,
gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen gerechnet werden. In Äpfeln sind sie insbesondere in
der Apfelschale und direkt darunter vorhanden. Allerdings ist der Polyphenolgehalt je nach
Apfelsorte unterschiedlich hoch. Äpfel mit geringen Polyphenolgehalten wie z.B. Braeburn,
Elstar, Gala, Golden Delicius, Granny Smith, Jonagold und Pink Lady werden zwar fast überall
im Supermarkt angeboten, sind aber für Apfelallergiker meist unverträglich.
Wirkung
Einige Polyphenole wirken wie andere Antioxidantien unter anderem entzündungshemmend
und krebsvorbeugend. Im Rahmen verschiedener Studien mit Polyphenolen wurde ein
gehemmtes Wachstum von Krebszellen in der Brustdrüse, Lunge, Haut, dem Darm und der
Prostata beobachtet. Flavonoide und Anthocyane schützen Körperzellen vor freien Radikalen
und verlangsamen die Zelloxidation. Sie vermindern die Fettablagerungen (Plaques) in den
Blutgefäßen und beugen damit der Arteiosklerose vor. So reduzierte sich die Dicke der inneren
Gefäßwand der Arteria carotis bei Patienten mit Arteriosklerose nach einjährigem Verzehr von
Granatapfelsaft um bis zu 30 %, während sie in der Kontrollgruppe um bis zu 9 % zunahm.
Weiterhin konnte in einer Studie vom Vanderbilt University Medical Center nachgewiesen
werden, dass bei regelmäßigem Fruchtsaftkonsum das Risiko für eine Alzheimererkrankung
um bis zu 76 % gesenkt werden kann, wofür ebenfalls Polyphenole verantwortlich gemacht
werden. Andere Polyphenole, wie das Lärchenextrakt Taxifolin werden neben der Krebsprävention
vielfach zur Behandlung von Hirninfarkt (Ischämischer Schlaganfall) und seinen Folgeerscheinungen,
zerebraler Trhombose, koronarer Herzkrankheit und Angina pectoris eingesetzt.
Eine In-vivo-Studie mit weiblichen Mäusen, die spontanen Haarausfall auf dem Kopf, Nacken
und Rücken entwickelt hatten, ergab, dass bei 33 % der Mäuse aus Gruppe A, die Polyphenol-
Extrakt aus grünem Tee mit ihrem Trinkwasser erhalten hatten, ein signifikantes Nachwachsen
der Haare während der sechs Monate dauernden Behandlung beobachtet wurde. Kein
Haarwuchs war unter den Mäusen der Kontrollgruppe B, die nur Wasser erhielten, zu
beobachten.
Gleichzeitig können sich Polyphenole aus pflanzlicher Nahrung an Verdauungsenzyme binden
und so die Nährstoffaufnahme im Darm vermindern. Beim gesunden Menschen verhindern die
im Speichel enthaltenen prolinreichen Proteine diese Wirkung, indem sie einen im
Verdauungstrakt stabilen Komplex mit den Polyphenolen bilden.
Quelle: Wikipädia
Besonders hoch ist der Gehalt an Polyphenolen nach Untersuchungen der Hochschule OWL
und der Hochschule Geisenheim in alten Apfelsorten und damit auch im naturtrüben BIOStreuobstwiesenapfelsaft,
der dann auch frei ist von Rückständen aus Spritzmitteln